10.06.2009  ·  Zurück
 
Die 254. Bergkirchweih klingt bewegend aus
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Während am Erich-Keller die Bergkirchweih von Tim Fischer mit — igitt! —Wasser ausgesegnet wurde... Foto: Klaus-Dieter Schreiter

Sowohl die Polizei als auch die Schausteller sind mit dem Verlauf der 254. Bergkirchweih zufrieden. Angesichts der eine Million Besu­cher hätten sich Ver­stöße „im Rahmen“ gehalten. Der Vor­sitzende des Süddeutschen Schau­stellerverbandes, Lorenz Kalb. sagte: „Wir sind sehr zufrieden, das war eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Besonders erfreulich für Kalb, dass die Zusammenarbeit mit Polizei und Rettungsdiensten wieder bestens ge­klappt hat — „wir hatten eine herrliche Festzeit hier auf dem Berg.“

Auch mit dem allnächtlichen „Bergabtrieb“ ist die Polizei offenbar gut zurecht gekommen — allein am Pfingstsams­tag hielten sich gegen Mitternacht nach polizeilicher Schätzung noch rund 5000 Personen friedlich am Mar­tin- Luther-Platz auf.

Während der gesamten Bergkirch­weihzeit wurden von der Erlanger Polizei 322 Straftaten mit direkten Bezug zum Berg aufgenommen. Da­von ereigneten sich 109 Straftaten auf dem Festgelände und 213 Straftaten im Zusammenhang mit dem Berg im Stadtgebiet. Dies bedeutet bei den Strafanzeigen einen Rückgang um vier Prozent bei einem gleichzeitigem Rekordbesuch. Ein Polizeisprecher: „Es muss ganz klar festgestellt wer­den, dass rund um die Bergkirchweih weniger passiert ist, als im letzten Jahr.“ Erfolgreich waren offenbar auch die Jugendpräventionseinsätze der Polizei, die bereits vor dem Berg tätig wurde — Flaschenberge und ent­sprechend riechende Gullys zeugten von den Erfolgen.

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...ging es beim Fassbegräbnis etwas turbulent und unübersichtlich zu. Foto: Klaus-Dieter Schreiter

Der Bergabschied wurde noch ein­mal zu einer recht bewegten Proze­dur, weil sich Tausende zu den Klän­gen von Lili Marleen an mindestens vier Kellern in den Armen lagen — zwi­schen Niklas-Keller und der Berg­straße hatte in dem chaotisch-gefährli­chen Gedränge selbst der baumlange „Bergreferent“ Konrad Beugel Mühe, Haltung zu bewahren.

Das Fassbegräbnis erwies sich er­neut als eine Prozedur, die Standfes­tigkeit, gute Nerven und Durchset­zungsvermögen erforderte. Festwirt Thomas Fischer, der in einem profes­sionellen Briefing Oberbürgermeister Siegfried Balleis in die letzte choreo­grafischen Feinheiten (auch beim Dirigieren der „Berghymne“) ein­wies, hatte dem OB eine halbe Stunde Verlänge­rung abgetrotzt — eine Verlängerung, in der zu­mindest die Bands auf den Kellern neben dem Erich-Keller noch einmal zu musikalisch gelungenen Auftritten nutzten. Ausgerechnet „Pedro Saval­las“ erwies sich nach einer aufreiben­den Bergtour r als komplett erschöpft und klanglich völlig indisponiert.

Der Ausklang war — auch später in der Stadt — weitgehend friedlich, und die Sicherheitsbeamten am Erich-Aus­schank, die Innenminister Joachim Herrmann abschirmen sollten, sahen die Sinnlosigkeit ihres Tuns bald ein. Sie fanden den Berg „lustig“.


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Die Erlanger Bergkirchweih präsentieren: nordbayern.de, Erlanger Nachrichten und die Stadt Erlangen.

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